AUSSEN SKULPTUREN


OUTDOOR SCULPTURES: mensch:MISTLETOE I und II (2017) // SUNNY SIDE UP (2016) // Out of Paradise (2015) // bigBONSAI (2013) // BIOGRAMM Etang D'Athis (2012) // PLUG (2011)

1. mensch:MISTLETOE I und II (2017), Baum-Installation mit Rubinie und Isolierrohre, 
'Mistelformen' Größe variierend ca. 50 x 60 x 70 cm.
Baum-Installation mensch:MISTLETOE I in 20. Skulpturenpark, Mörfelden-Walldorf
Baum-Installation mensch:MISTLETOE II in YATOO trifft Dreieich, Städtische Galerie, 
Dreieich-Sprendlingen mit Ahorn und Isolierrohre, 'Mistelformen' Größe variierend
ca. 50 x 60 x 70 cm.

mensch:MISTLETOE I (Mörfelden-Walldorf)

'mensch:MISTLETOE I und II' ist eine Gegenüberstellung von drei Positionen: Mensch, Mistel und Baum.
Der mensch als symbiotischer Parasit in seiner Natur.

Als von Menschen initiierte, symbolische Kunstinstallation mit dem Baum wird die dominierend erhabene Rolle des Baumes im Größenverhältnis zwischen Mensch und Natur bewusst betont und verwendet. Eine weitere Außenskulptur in meiner Reihe mit dem thematischen Schwerpunkt zur Umgangsweise und Annäherung des Menschen mit der Natur.

Menschen - durchaus liebevolle Lebewesen - demonstrieren bisweilen unterschiedliche Eigenschaften mit der Natur umzugehen. Kunststoff als Material ist eine geniale Erfindung des Menschen und gleichzeitig hoch kontrovers. Damit entsteht oft der Konflikt zwischen erfindungsreichem Fortschritt und zeitgleichem Raubbau an der Substanz der eigenen Lebensgrundlage.

(Noch) Symbiose oder (schon) Parasit?

mensch:MISTLETOE II (Dreieich-Sprendlingen)

mensch:MISTLETOE I (Mörfelden-Walldorf)

mensch:MISTLETOE II (Dreieich-Sprendlingen)
mensch:MISTLETOE I (Mörfelden-Walldorf)

mensch:MISTLETOE II (Dreieich-Sprendlingen)
Fotos: M. Herzog-Hellstén

PRESSE
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2. SUNNY SIDE UP (2016), Kalklackierte Holzlatten, lackierter Windpropeller, ca. 360 x 140 x 140 
cm. "Waldkunst 2016", Darmstadt, Internationale Waldkunst Zentrum (IWZ)


Zum Videoclip (7 s.) => 






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3. Out of Paradise (2015), Kunststoffrohre und dichte Waldumgebung, ca. 500 x 500 x 600 cm
"GARTEN Utopien - Vogelfrei 11", Darmstadt, Internationale Waldkunst Zentrum (IWZ)



Als natürliche Fortsetzung der Installation 'MULTIPLE CHOICE', (Kunstintervention im Konkordienkirche, Mannheim, 2014) und 'PARADISEsupreme - Paradies finden oder erfinden' (im Kunstmuseum Gelsenkirchen, 2015) brachte ich durch Out of Paradise organische Formen mit natürlichem und künstlichem Ursprung in den Dialog ein.
Bei der Betrachtung der Arbeit sticht ein anthropogener Einfluss geradezu ins Auge. Als Reaktion darauf kann bei der Betrachtung Ernsthaftigkeit einer humorvollen Analyse weichen: Derlei Kunststoffformen und Plastik gehören hier zunächst einfach nicht hin. Anderseits scheint es dann doch nicht ganz abwegig zu sein organisches Linienwirrwarr in diese Umgebung vorzufinden.

Der Mensch hat Kunststoff aus Rohöl - aus Naturmaterial entwickelt und produziert, um daraus wiederum etwas zu schaffen. Natur ist und bleibt AUSGANG, VORBILD und MOTIVATION für menschliche Schaffensprozesse. Die technischen Erfindungen würden sich in die natürlichen Kreisläufe einfügen, wenn eine Rückbesinnung auf die Natur auch nach mehreren künstlichen Abwandlung-Schritten möglich wäre. Sozusagen von Natur zu Natur, wenn auch über künstliche Umwege.
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4. bigBONSAI (2013)

"StadtgARTen - Vogelfrei 10", Darmstadt, Internationale Waldkunst Zentrum (IWZ)

Bonsai ist eine von Menschen initiierte Synthese.

Jede Grünfläche hat ihre eigene Bonsai-Frage: Wie und nach welchen Gesetzmäßigkeiten wird gestaltet? Wie wird Urbanität, Mobilität, Freiheit und Natur miteinander verbunden?

bigBONSAI steht symbolisch für das Zusammenkommen von Mensch, Zivilisation und Natur und hier ganz konkret in einem Straßenbahn-Rondell mit Grünfläche, wo Mensch (mit Straßenbahntechnik) ein- und abfährt.

bigBONSAI ist zeitgleich wahrer und scheinbarer Gegensatz. Wahr durch die Einfalt der unersättlichen Übertreibung und scheinbar, weil bigBONSAI durch die beobachtende Durchblicke ihrer Umgebung tatsächlich an Größe gewinnt.

Die bildlich "flächenfüllende Leistung" von sowohl Natur (Pflanzen Vielfalt) als auch Mensch (technisches Know-how und Organisation) werden mit dem Wechsel der verschiedenen Blickwinkel vom Hintergrund zum Vordergrund gebracht und stehen teilweise in starkem Kontrast zueinander.




2013, Douglasie (unbehandelt, teilweise lackiert mit Pacific Blue), Schrauben, Metall, 340 x 280 x 200 cm.

 Permanenter Standort:
Ludwigshöhstraße - Straßenbahn-Rondell - vor Akademie für Tonkunst, 64285 DARMSTADT
 (Ankauf durch HEAGmobilo GmbH, Darmstadt - ein Unternehmen der HEAG-Gruppe)

(Presse)


5. Szenische Installation 'BIOGRAMM ETANG ATHIS - for a leisurely path'     [BIOGRAMM im Teich von Athis de l'Orne]

PARCOURS D'ART ACTUEL, (Organisation vAertigo), Athis de l'Orne, Suisse Normande, Frankreich, 2. Juni - 2. September 2012

2012, Acrylglas, bedruckte Kunststoffplane, Metallgitter, Schrauben, 200 x 300 x 40 cm




                                             

 Detail: Original-BIOGRAM (ink on deckle-edge paper) for the scenic installation constructed in Normandy:

 

A BIOGRAM is a graphic interpretation of simultaneously occurring life’s rhythms. The BIOGRAM-images of the Finnish artist Merja Herzog-Hellstén (*1969) build upon:


Rhythms relating to the human being such as pulse, breathing, the rhythm of walking in particular speed, etc... 

Numerous life’s rhythms which surround, guide and accompany us daily, weekly and yearly through working life (industrial rhythms), moving from one place to another next to schedules and rhythms of holidays and free time.

The fluency with which we deal with the complex rhythmic structures barely draws our differentiated attention. Carried by this thought, Merja Herzog-Hellstén developed her artistic concept and a method of translating this observation into visual forms. The core for Merja Herzog-Hellstén’s experimental visual interpretations is, therefore, based on:

Recognizing the virtually unacknowledged skill of dealing sovereignly with simultaneous rhythms.

Acknowledging this skill being part of every single human being.

 

Since 2005 Merja Herzog-Hellstén’s BIOGRAM-concept has manifested itself in various series. Her ‘Original-BIOGRAMS’ depicts the primary results of the translation process from idea to visual form. An ‘al-pha’ (2010) series works with an artistically linguistic approach by fragmenting the BIOGRAM-forms to singular elements. Out of the ‘al-pha’-elements she further creates spatial works (Installations) with excessive repetition like Mantric Fugue – SUPER REPETITION (2011).  The present series ‘AEHETTRA’ is on its way.

For ‘ARTerritoire 2012, Parcours D’ART ACTUEL en Suisse Normande’ Merja Herzog-Hellstén created a site specific ‘BIOGRAM ETANG D’ATHIS – for a leisurely path’ in form of a SCENIC INSTALLATION corresponding to the rhythms of a human being walking through such luscious landscapes as Etang d’Athis.





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6. PLUG

SKULPTUREN WEG Wasserburg Reipoltskirchen, Rheinland-Pfalz.

Pfaelzer Bergland-Skulpturenweg

PLUG                [Stöpsel]

2011, Douglasie, Metall, Beton, 300 x 50 x 50 cm



‚Am Tag danach floss das Wasser zurück.

Als ob es wieder Platz im Bach gäbe.

 Unverstöpselt liegen die Graswiesen nun da.’

 

Die Flussaue, die direkt an bebautes Wohngebiet grenzt, ist ein Zeichen für flexibles Miteinander von Mensch und Natur. Eine zeitweise Ausdehnung des Baches sowie des menschlichen Lebensraumes findet an solchen Orten nur angepasst zueinander statt. Das Werk ‚PLUG’ würdigt diese Flexibilität.

Symbolhaft steht die Skulptur ‚PLUG’ auf einer Wiese, die gegebenenfalls zeit- und teilweise unter Wasser stehen kann. Der Korpus und das sich darüber liegende Drehelement deuten an, dass der Korpus potentiell bis zum Wiesenboden herunter geschraubt werden kann, um somit – mit Hilfe des Stöpsels – die Wiese mit Wasser zu fluten. Die meiste Zeit liegt die Wiese jedoch trocken, weshalb der Korpus (und damit der Stöpsel) in der Skulptur unverschraubt oben bleibt.