Installationen und temporäre Interventionen

PARADISE SUPREME – Paradies finden oder erfinden? Katalog
Mit Text von Dorotheé Baer-Bogenschütz ‚Abschied vom Holozän – In PARADISE SUPREME verhandelt Merja Herzog-Hellstén die prekäre Stofflichkeit‘ 
AEHETTRA Katalog

Ausschnitt aus einem Gespräch zwischen Dorotheé Baer-Bogenschütz (DBB), KUNSTZEITUNG und Merja Herzog-Hellstén (MHH)

DBB: Warum ist die Installation für Sie so wichtig bzw. das zentrale Medium?
MHH: Die Installation bietet mir einen real existierenden Raum für konzeptuell multiperspektivische und -sensorische Annäherungen. Die auch für thematisch komplexe Umsetzungen geeignet ist.

Neben der 3-Dimensionalität, öffnet sich in der Installation zusätzlich durch die Besucherbewegung im Raum (zentral für mich) die zeitliche Dimension, die wiederum als menschliches Bindeglied das Leben als ganzes und den ausgesucht visualisierten Inhalt verbindet.
Darüber hinaus interessiert mich die Möglichkeit nicht-lineare Kommunikationsräume für den Dialog zwischen den visuellen Formen und den Besuchern zu schaffen.

Obwohl oder gerade weil Menschen im allgemeinen betrachtungsperspektivisch dazu tendieren bodenverankert zu rezipieren, rege ich eine erweiterte räumliche Wahrnehmung an, die über die menschliche Körper- oder Bodenverbundenheit hinausgeht.

Als ‚Raum-Komponistin’ öffnet sich mir dabei die Arbeitssituation einer betretbaren Sphäre, in der körperlich-geistige Vorstellungen und Anregungen vielfältig arrangiert werden können und zeitgleich durch die realen Besucher im Raum ein Bezug zum Hier und Jetzt ermöglicht wird. Die Beteiligung des multisensorisch stimulierten Betrachters ist dabei verschiedengradig wesentlich. Eine visuelle Realisation gänzlich ohne menschliche Beteiligung oder deren Berücksichtigung betrachtete ich entsprechend als unvollendet.

Biogramme ROTUNDE, 2011, Kunstverein Bad Nauheim

CIRCUIT, 2016, eine temporäre Intervention in der Maschinenhalle Museum Groß-Auheim, Hanau

fluechtig, 2005, Industriehalle, Haus der Stadtgeschichte, Offenbach am Main

Lichtinstallation Wirbel, 2003, Remisengalerie, Museum Schloss Philippsruhe, Hanau

AEHETTRA - Raum und Programm, 2014, AusstellungsHalle 1A, Frankfurt am Main

CIRCUIT, 2016, eine temporäre Intervention in der Maschinenhalle Museum Groß-Auheim, Hanau

TOUCHDOWN, 2016, Dak'ART, Goethe Institut, Dakar, Senegal

Intervallic Absence (zum Geysir von Andernach) Kooperation mit dem Komponisten Armando Tranquilino, Miami

LUFTLINIE, 2003, Museum Papiermühle, Homburg am Main

Tree bag/ Baumtueten, 1997, Universität Tuebingen

Mantrische Fugen - SUPER REPETITION, 2011, Heussenstamm Galerie, Frankfurt am Main

Mantrische Fugen - SUPER REPETITION, 2011, Heussenstamm Galerie, Frankfurt am Main

al-pha, 2011, Bruehler Kunstverein

etwa ein durchgangsraum - film stills, 2001, Museum Schloss Philippsruhe, Hanau

Multiple Choice, 2014, City Kirche Konkordien, Mannheim

Unterwegs/ Going Places aus der Installation 'Wo die Schatten lange liegen', 1999, Galerie im Turm, Reutlingen

Mittlere Sphaere, 2011, Johanneskirche, Hanau, zur Reihe 'KUNST IN DER KIRCHE'

TOUCHDOWN 152,4, 2017, Galerie Soeffing, Frankfurt am Main

FROZEN FLASHES In Between the Alternatives, 2009, Industriehalle, Haus der Stadtgeschichte, Offenbach Am Main

Deutschland Gesicht SCANNER_wir sprechen uns, Luminale 2008, Frankfurt/ Offenbach (Rathaus)

BORDER ZONE, 2004, Kommunale Galerie, Justus-Liebig-Haus, Darmstadt

etwa ein durchgangsraum, 2002, Museum Schloss Philippsruhe, Hanau

LUX und Im Nu, 2008, Kulturwerkstatt HAUS 10, Fürstenfeld, Fürstenfeldbruck

MULTIPLE CHOICE, Detail, 2014, City Kirche Konkordien, Mannheim

MULTIPLE CHOICE (Variation) 2014, Zur Ausstellung KUNST-STOFF-KUNST, Kunstverein Bad Nauheim

Minute Circumstance

FROZEN FLASHES In Between the Alternatives, 2009, Industriehalle, Haus der Stadtgeschichte, Offenbach am Main

AEHETTRA Raum, 2013, Ausstellung BUILD, BOK Offenbach am Main

XTRA.ordinary, 2010, Kunstforum Mainturm, Flörsheim

Lichtinstallation Wirbel, 2004, Galeriehaus Nord, Nuernberg

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DBB: Warum zeigen Künstler –  Ihrer persönlichen Einschätzung davon –  überhaupt so gerne Installationen?
MHH:
Es ist die wohl vermeintlich unendlich große Menge der Kombinationsmöglichkeiten und das vielschichtige Instrumentarium, die die Einschränkung zunächst minimiert. Der Reichtum an räumlichen und inhaltlichen Spannungsverhältnissen, die dadurch aktiviert werden können, schafft eine immaterielle Atmosphäre, die durch die Präsenz von Künstler und Besucher nachgespürt werden kann. Eine Erweiterung oder Ausdehnung der sonstigen Realität findet statt.
Kurzum die Sehnsucht nach dem Bedarf an vielseitigen Wechselwirkungen bleibt eine treibende Kraft.

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VIDEO (5 s.) CIRCUIT über die temporäre Intervention, Maschinenhalle Museum Groß-Auheim, Hanau
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