"PARADISEsupreme - Paradies finden oder erfinden" (2015)


Kunstverein/ Kunstmuseum Gelsenkirchen, 80 qm (Höhe 320 cm), Kunststoffrohr.

Merja Herzog-Hellstén - PARADISEsupreme - Paradies finden oder erfinden?

Die neue Ausstellungsreihe "open up - Kunst, Technologie, Innovation" rückt die Interdisziplinarität zwischen Kunst, Wirtschaft und Technologie in den Fokus. Im Dialog zwischen diesen Disziplinen sollen Innovationsprozesse und kreative Modelle entwickelt werden.

Als erste Künstlerin ist die gebürtige Finnin Merja Herzog-Hellstén eingeladen. Die in Hanau lebende Künstlerin wird eine begehbare Rauminstallation mit dem Titel 'PARADISEsupreme' - Paradies finden oder erfinden?' für den Kunstraum im Museum fertigen.

Sie schreibt: "Der Mensch schafft sich aus Natur Kunststoff, um wiederum daraus Dinge entstehen zu lassen. Sind solche Innovationen Teil eines von Menschen geschaffenen Bauplans für Paradies, wie der anthropozäne Traum?"

Ulrich Daduna, 1. Vorsitzender Kunstverein Gelsenkirchen


Überlegungen zur Installation PARADISEsupreme

Anthropozän? - Teilnehmer des epochalen Prozesses

Ob das neue Zeitalter schon angefangen hat und wie dies zu definieren ist, geht eine aktuelle Frage nach. Wegen der Vielzahl menschlicher Eingriffe in die natürlichen Prozesse wird über eine Anthropozäne Epoche diskutiert. Es ist eine ungeheuer umfassende Fragestellung, zu der eine wachsende Zahl sowohl Natur- als auch Geisteswissenschaftler verschiedenen Standpunkte liefern.

PARADISEsupreme steht als Gedankenraum für Anthropozäne Überlegungen; "Was bedeutet es Teil dieses Prozesses zu sein?"


Vom Kunststoff zum Paradies

In der aktuellen Installation PARADISEsupreme stehen organische Formen im Mittelpunkt. Diese sind aus Kunststoffrohren von mehr als 4 km Länge zusammen montiert und formen eine verdichtete und linear verknotete Raumzeichnung.

Eine üppige organische Dichte, die einem fruchtbaren Urwald ähnelt. Wann ist der Mensch am Ziel und wann die Technologie?